• Martin Schmal

Standardisierung mit dem DIN für kleine und mittlere Verwaltungen.

Standardisierung ist eine der Voraussetzungen für effiziente Skalierung. Sprich die Einnahmen steigern, ohne das die Kosten in gleichem Maße mitwachsen. Wer ab und an mit dem amerikanischen Papierformat ‘Letter’ arbeiten musste, kann sich vorstellen, wie zeitaufwändig selbst einfache Tätigkeiten ohne grundlegende Standards wären und freut sich, dass in Europa umfänglich DIN A4 usw. genutzt wird.


Standardisierung basiert immer auf den jeweils vorhandenen technischen Möglichkeiten. Neue technische Entwicklungen führen zu Prozessverbesserungen. In einem zweiten Schritt werden die Produkte oder Vorgehen auf einige wenige Standards reduziert, um die Effizienzgewinne zu maximieren. Der Treiber für Prozessoptimierung heute ist die viel genannte Digitalisierung. Sich wiederholende Vorgänge können automatisiert werden, Daten können einfach mit verschiedenen Gruppen bearbeitet werden und Kommunikationsprozesse zeitsparender gestaltet werden.


Die positiven Effekte können aber nur mit der richtigen Vorbereitung erzielt werden. Große Immobilienunternehmen richten dazu eigene Abteilungen ein. Kleine und mittlere Hausverwaltungen müssen auf externe Berater zurückgreifen oder versuchen sich selbst zu belesen, um aus dem ständig wachsenden Angebot an Lösungen für verschiedene Probleme, das für sie passende auszuwählen. Selbst dann ist aber nur den wenigsten Firmen klar, ob ihre gewählte Lösung auch in den nächsten Jahren noch aktuell, also Teil des Standards sein wird.


Immobilienverbände wie der DDIV können mit der AG Digitalisierung einen wichtigen Beitrag leisten. Das Deutsche Institut für Normung (DIN e.V.) ist ein weiterer Akteur mit großer Strahlkraft, der sich vermehrt mit dem Thema Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft auseinandersetzt. Das DIN setzt dabei neben der Arbeit in den jeweiligen Normenausschüssen auch auf die Erstellung von DIN SPECs. Dies sind von Marktteilnehmern schnell erstellte Standards, die Themen behandeln, die von den teilnehmenden Unternehmen und Institutionen definiert werden.


Zwei im April 2019 veröffentlichte SPECs, nehmen sich z.B. dem Thema Standardisierung in der Digitalisierung an:

  • DIN SPEC 77008 - Anforderungen an einen digitalen End-to-End-Prozess zwischen Bewohner, Immobilienmanager und Dienstleister, April 2019

  • DIN SPEC 91391 - Gemeinsame Datenumgebungen (CDE) für BIM-Projekte - Funktionen und offener Datenaustausch zwischen Plattformen unterschiedlicher Hersteller, April 2019

Wettbewerb


Das DIN ruft im Rahmen seines Wettbewerbs DIN CONNECT 2020 explizit zu Bewerbungen zum Thema BIM und damit der Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft auf.


Die Mitarbeit an einer DIN SPEC ist die Möglichkeit eigene Ansätze zu einem Thema einzubringen. Die Beteiligung an der Erstellung eines Standards führt dazu, dass man ein Thema tiefer durchdringt. Interessante Kontakte gibt es noch dazu.

Bewerben Sie sich, wenn Sie ein Thema aus dem Bereich Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft bewegt. Wir haben bereits eine erfolgreiche Bewerbung hinter uns und engagieren uns weiter beim DIN - sprechen Sie uns an, Bewerbungen von mehreren Unternehmen oder Institutionen sind erwünscht!


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